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Auf den Spuren der Deutschen in Shanghai

1752 segelte ein preußisches Schiff nach Kanton im Süden Chinas und es entstanden erste Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern. 70 Jahre später kam der protestantische Missionar Karl Friedrich August Gützlaff mit einer Delegation für zwei Wochen nach Shanghai und hinterließ eine heute noch sichtbare Spur am südlichen Bund.

Und 1861 landete eine preußische Ostasienexpedition unter der Leitung von Graf Friedrich Albert zu Eulenberg und mit 640 Delegierten auf vier Schiffen in Shanghai: Diplomaten und Offiziere, Handelskammervertreter und Rechtswissenschaftler, Geografen, Zoologen und Botaniker waren unter ihnen. In den Folgejahren kamen neben weiteren Wissenschaftlern auch Missionare, Kaufleute, Ärzte, Architekten, Journalisten und Diplomaten – es bildete sich eine kleine deutsche Gemeinschaft in der chinesischen Handelsmetropole.

Man baute nördlich des Bunds in Hongkou eine evangelische Kirche und ein Gebäude für das Generalkonsulat, gründete die Kaiser-Wilhelm Schule und den Deutschen Club. Es gab eine deutsche Bank, eine deutsche Zeitung und ein deutsches Postamt und im Laufe der Jahre siedelten sich immer mehr deutsche Firmen an, um ein Stück vom kolonialen Kuchen abzubekommen.

1917 und der verlorene erste Weltkrieg setzten der deutschen Vertretung in Shanghai erst einmal ein Ende. Aber schon Anfang der 1920ger waren sie wieder da und mischten kräftig mit im Kolonialgefüge der Stadt.

Wo in der Stadt waren sie zu Hause ? Wie ging es weiter ? Und wie steht es heute um die Beziehungen zwischen Deutschland und China ? All dies erfahrt Ihr beim nächsten Walk „Deutsche Spuren in Shanghai“